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Teilnahme an Vergabeverfahren – Vermeidung typischer Bieterfehler sowie Rechtsschutzmöglichkeiten

Termin / Ort 04.02.2021 I 09:00 - 16:00 Uhr I Leipzig
Zielstellung

Die Teilnahme an Vergabeverfahren ist für Unternehmen attraktiv. Neben das üblicherweise hohe Auftragsvolumen tritt die besondere Solvenz der öffentlichen Hand. Allerdings sind für eine erfolgreiche Beteiligung an einem Vergabeverfahren nicht nur wirtschaftliche Aspekte relevant, sondern auch die Beachtung der spezifischen „Spielregeln“ des Vergaberechts. Als im hohen Maße formalisiertes Verfahren stellen Ausschreibungen der öffentlichen Hand besondere Anforderungen an die Angebotserstellung. Für interessierte Unternehmen ist es daher unabdingbar, sich mit den vergaberechtlichen Vorschriften zu beschäftigen, um nicht aufgrund formaler Unzulänglichkeiten zu scheitern. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass interessierten Unternehmen bei der Angebotsabgabe Fehler unterlaufen, die bei ausreichender Vorbereitung und Kenntnis der Materie vermeidbar gewesen wären. 

 

Das Seminar soll den Teilnehmern nicht nur die rechtlichen Grundlagen des Vergaberechts näher bringen, sondern auch die typischen Fehler benennen, damit diese zukünftig vermieden werden. Überdies werden die Rechtsschutzmöglichkeiten der Bieter aufgezeigt.

Inhalt

Überblick über die Rechtsgrundlagen

  • Sinn und Zweck des Vergaberechts
  • Rechtsquellen und Prinzipien des Vergaberechts

Der Ablauf des Vergabeverfahrens

  • Von der Vorbereitung bis zum Zuschlag
  • Verfahrensarten
  • Fristen

Die Sicht des Auftraggebers: Prüfung und Wertung von Angeboten

  • Submission
  • Die 4 Stufen der Angebotsprüfung
  • Nachfordern von Unterlagen; Aufklärung

Fehlervermeidung bei der Angebotserstellung

  • Ausschlussgründe
  • Folgerungen für die Erstellung von Angeboten
  • Umgang mit Nachforderungs- bzw. Aufklärungsverlangen
  • Verhalten bei unterbliebener Nachforderung bzw. Aufklärung

Typische Vergaberechtsverstöße bei öffentlichen Ausschreibungen

  • Losaufteilung
  • Wahl der Verfahrensart
  • Anforderungen an die Leistungsbeschreibung
  • Anforderungen an die Eignungskriterien und deren Bekanntmachung
  • Anforderungen an die Zuschlagskriterien

Verhalten des Bieters bei Vergaberechtsverstößen

  • Präklusionsvorschrift
  • Rügeobliegenheit
  • Bieterrüge
  • Bieterfragen

Rechtsschutzmöglichkeiten der Bieter

  • Primärrechtschutz vor den Vergabekammern
  • Sekundärrechtschut
  • Rechtschutz im Unterschwellenbereich
Teilnehmerkreis Architekten und Ingenieure, Bau- und Projektleiter, Bauüberwacher, Kalkulatoren sowie Projektsteuerer, die in Vergabeverfahren involviert sind
Teilnehmergebühr 300,- € / 225,- €* inkl. Seminarunterlagen, Mittagessen u. Getränke

Die mit einem Stern(*) gekennzeichnete Teilnehmergebühr gilt für Mitgliedsunternehmen folgender Institution/en:

  • Architektenkammer Sachsen
  • Bauindustrieverband Ost e. V.
  • Ingenieurkammer Sachsen
  • Sächsischer Baugewerbeverband e. V.

Veranstaltungsort Bauakademie Sachsen
Standort Leipzig
Heiterblickstraße 35
04347 Leipzig
Anmeldeschluss:

Referent/en

Referententeam
RA Dr. Jan Mädler

REDEKER SELLNER DAHS Rechtsanwälte · Partnerschaftsgesellschaft mbB
Rechtsanwalt Dr. Jan Mädler ist an den Standorten Leipzig und Bonn der Kanzlei Redeker Sellner Dahs im Bereich des Vergaberechts tätig. Hierbei berät er bundesweit sowohl öffentliche Auftraggeber als auch Bieter in allen Gebieten des Vergaberechts. Dies umfasst neben der umfassenden vergaberechtlichen Beratung und Begleitung von Auftraggebern bei der Ausschreibung unterschiedlichster Leistungen (Bau- und Planungsleistungen, IT-Beschaffung etc.) auch die Vertretung in Vergabenachprüfungsverfahren sowie die Erstellung von Gutachten zu einzelnen vergaberechtlichen Fragen. Dr. Mädler publiziert regelmäßig zu vergaberechtlichen Themen und ist u.a. Mitautor des Kommentars Kapellmann/​Messerschmidt, VOB A und B, 7. Auflage 2020.

Ansprechpartner

Ulrich Werner
Direktor Bauakademie Sachsen

0351 7957497-13