Fachtagungen
Veranstaltungskalender 1
Nov
24
Schäden an Bauwerken "Bauen im Bestand - Ausgewählte Aspekte"
11118Fachtagung Leipzig
11118
<p><strong>09:00 Begrüßung und Moderation</strong></p>
<p>Dipl.-Ing. Ulrich Werner MBA, Bauakademie Sachsen</p>
<p><strong>09:05 Vermeidung von Schäden im zeitgenössischen, mehrgeschossigen Massivholzbau am Beispiel eines Bürogebäudes in Holzhybridbauweise in Dresden</strong></p>
<ul>
<li>Feuchteschutz: Besondere Herausforderungen im </li>
<li>Umgang mit Feuchte - konzeptionelle Lösungsansätze</li>
<li>Tragwerksplanung: Tragfähige Lösungen im Zusammenspiel von Planenden und Ausführenden </li>
<li>Brandschutz: Zwischen Zulassung und Zulässigkeit </li>
<li>Schallschutz: Die Schwierigkeit der Leichtigkeit des Holzes</li>
</ul>
<p>Dipl.-Ing. Architekt THOMAS KANTHAK, RKA Architekten Ammon & Kanthak PartGmbB</p>
<p><strong>09:50 Holzschutztechnische Herausforderungen in der Altbausanierung</strong></p>
<ul>
<li>Gefahrenpotentiale</li>
<li>Bekämpfungsstrategien</li>
<li>Beispiele aus der Praxis</li>
</ul>
<p>Dr.-Ing. Tilo Haustein, Sachverständigenbüro Haustein</p>
<p><strong>10:35 Kaffeepause</strong></p>
<p><strong>11:00 Innendämmung - Bauphysikalische Problemstellungen und Lösungen</strong></p>
<ul>
<li>Bauphysikalische Anforderungen</li>
<li>Innendämmung auf massiven Außenwänden </li>
<li>Innendämmung auf Fachwerkaußenwänden</li>
</ul>
<p>Prof. Dipl.-Ing. Rainer Pohlenz, ifas - Institut für akustische Signalanalyse</p>
<p><strong>12:30 Mittagspause</strong></p>
<p><strong>13:30 Fenster und Türen – Fehler bei Planung, Ausschreibung und Einbau vermeiden</strong></p>
<ul>
<li>Besonderheiten der Altbausanierung</li>
<li>Planungsseitige Aspekte</li>
<li>Hinweise zur Produktauswahl und Ausführung</li>
<li>Zu beachtende Normen und Richtlinien (ZTV, eTB u.a.)</li>
<li>Die Werkstatt- und Montageplanung, Prüfpflichten und Freigaben</li>
</ul>
<p>Dipl.-Ing. (FH) Frank GÖHLER, Sachverständigenbüro Göhler</p>
<p><strong>14:15 Schadstoffe erkennen, Risiken minimieren: Das Schadstoffkataster in der Praxis</strong></p>
<ul>
<li>Gesetzliche und untergesetzliche Regelungen</li>
<li>Die wichtigsten Schadstoffe, Herkunft und Verortung</li>
<li>Arbeitsschutz beim Umgang mit Schadstoffen</li>
<li>Erkundungskonzepte, Sanierungsmethoden</li>
<li>Kontrollmessungen, Chancen und Risiken</li>
</ul>
<p>Martin Stierstorfer, IFB Eigenschenk GmbH</p>
<p><strong>15:00 Kaffeepause</strong></p>
<p><strong>15:30 Gebäudetyp E – kostengünstig Bauen </strong></p>
<ul>
<li>Was bedeutet Gebäudetyp E?</li>
<li>Wie erfolgte die Einführung in den Landesbauordnungen?</li>
<li>Welche Möglichkeiten ergeben sich daraus für die Altbausanierung?</li>
<li>Umbauparagraph § 51a MBO</li>
</ul>
<p>Andrea Sippel, Sächsisches Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung</p>
<p><strong>15:55 Gebäudetyp E – Schutzziele erreichen statt Standards erfüllen</strong></p>
<ul>
<li>Komfortnormen - was muss ein Gebäude wirklich leisten?</li>
<li>Anerkannte Regeln der Technik – Mindeststandard, gewohnter Standard oder Komfort?</li>
<li>Abweichen vom Standard – sicher, einfach und wirtschaftlich planen</li>
</ul>
<p>Wolfram Behr, Behr Ingenieure GmbH</p>
<p><strong>16:20 Haftung für Baumängel vermeiden</strong></p>
<ul>
<li>Haftungsfalle bei unklaren Begriffen oder fehlenden Regelungen zur Beschaffenheit des Bauwerks. Die Einhaltung welcher Regeln schulden Bauunternehmer und Planer?
<ul>
<li>Allgemein anerkannte Regeln der Technik</li>
<li>Stand der Technik</li>
<li>anerkannte Regeln der Technik</li>
<li>üblichen Standard</li>
<li>DIN-Normen?</li>
</ul>
</li>
<li>Was gilt, wenn nichts ausdrücklich im Vertrag geregelt ist?</li>
<li>Prüf- und Hinweispflichten bei Angebotsprüfung, Angebotserstellung und nach Vertragsschluss
<ul>
<li>Exkurs: Reicht ein Hinweis auf „Gebäudetyp-E?“</li>
</ul>
</li>
<li>Zeitpunkt, Form, Inhalt und Umfang einer rechtssicheren Bedenkenanzeige?</li>
<li>Wie ist bei Zurückweisung der Bedenken zu reagieren, wann darf der Auftragnehmer die Leistung einstellen?</li>
<li>Haftung ohne Verschulden bei unterlassener Bedenkenanzeige</li>
</ul>
<p>RA Helge Rübartsch, Rübartsch Rechtsanwälte</p>
<p><strong>17:05 Diskussion/Ende</strong></p>
<p>Der unsanierte Gebäudebestand stellt Bauherren, Architekten, Planer, Bauunternehmer und weitere Projektbeteiligte vor erhebliche technische, organisatorische und rechtliche Herausforderungen. Zugleich bieten Sanierung, Umnutzung und Nachverdichtung bestehender Gebäude ein großes Potenzial, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und vorhandene Bausubstanz weiterzuentwickeln. Die damit verbundenen Projekte erfordern eine sorgfältige Planung, eine frühzeitige Abstimmung der Beteiligten sowie einen sicheren Umgang mit technischen und rechtlichen Risiken.</p>
<p>Die Fachtagung zeigt anhand ausgewählter Praxisbeispiele, wie Schäden im Neubau und in der Sanierung vermieden werden können. Behandelt werden unter anderem die besonderen Anforderungen des mehrgeschossigen Holz- und Holzhybridbaus, der Holzschutz in der Altbausanierung, die bauphysikalischen Fragestellungen der Innendämmung, die Planung und Montage von Fenstern und Türen sowie die Erkundung und Sanierung schadstoffbelasteter Bauteile.</p>
<p>Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Gebäudetyp E. Dabei werden die technischen, bauordnungsrechtlichen und haftungsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Möglichkeiten und Grenzen einer einfacheren und kostengünstigeren Planung und Ausführung – insbesondere bei der Altbausanierung – erläutert. Ergänzend werden Fragen zu Schutzzielen, anerkannten Regeln der Technik sowie zu Prüf-, Hinweis- und Haftungspflichten behandelt.</p>
<p>Die Fachtagung richtet sich an Architekten und Planer, Bauüberwacher, Bausachverständige, Bau- und Projektleiter, Bauhandwerksmeister sowie Bautechniker, die mit der Sanierung, Umnutzung oder Weiterentwicklung bestehender Gebäude befasst sind. Ziel ist es, den Teilnehmern praxisorientierte Kenntnisse und mehr Handlungssicherheit bei der Planung, Ausführung und Überwachung entsprechender Bauvorhaben zu vermitteln sowie den fachübergreifenden Dialog zwischen allen Beteiligten zu fördern.</p>